Faxanwendungen unter Linux
Wenn nun alles funktioniert, fragt Ihr euch sicherlich ob man nicht auch anders Faxe versenden kann, als auf der Konsole. Unter KDE hat sich glücklicherweise das KDEPrinter Team dessen angenommen.
Wenn Ihr also aus KDE Faxen wollt braucht ihr im normalen Druckdialog nur an Fax weiterleiten wählen.
Dieses leitet den Faxauftrag dann an Kdeprintfax weiter. Vor dem ersten Faxen solltet ihr dann noch Kdeprintfax einrichten.
Dazu wählt ihr im Konfigurationsdialog, beim Punkt System 'benutze hylafax' aus und editiert die Kommandozeile die Kdeprintfax benutzen soll ( als kleines Beispiel: /usr/bin/sendfax -n -d '%number' %files , man sendfax sowie die vorgegebene Zeile sollte einem weiterhelfen ) .
Eine weitere Möglichkeite wäre noch Gfax. Dieses richtet sich als Drucker für den lpr ein. Wenn man über diesen Drucker nun druckt, öffnet sich das Gfaxfenster und mann kann die Nummer eingeben. Gfax hat anders als kprintfax das hylafax-Protokoll im Programm integriert.
Für mich wäre die optimale Lösung, wenn man Gfax an Cups anpassen könnte, zumindest soweit man kein Kde benutzt.
Für OpenOffice.org Benutzer möchte ich auch kurz erklären, wie ihr dort einen Faxdrucker einrichtet.
Genauso wie bei Staroffice existiert hier ein Programm spadmin. Um es aufzurufen wechselt ihr ins Openoffice-Verzeichnis mittels 'cd /usr/lib/openoffice' und führt dort ./spadmin aus.
Dort kann man je nach Geschmack entweder kdeprintfax als Druckkommando einrichten ( 'kdeprintfax "(TMP)" ') oder die enthaltene
Faxlösung nutzen ( Neuen Drucker als Faxlösung einrichten mit der Kommandozeile 'sendfax -n -d "(PHONE)" "(TMP)" ')
Nun kann man sich noch einen Button fürs Fax anlegen. Wie das geht steht in der Hilfe von OpenOffice
Es gibt auch noch andere Lösungen, wie z.B. susefax(ein Java-Programm lauscht ständig im Hintergrund auf Faxaufträge), oder fax4CUPS (ein Cups-ppd und Backend zum Faxen), aber die obigen haben mir am besten gefallen.